Der ultimative Pflanzplan 2017 ist fertig!!

Endlich ist es soweit – der Frühling beginnt, die Saison geht langsam los und mein Pflanzplan ist fertig!! Der erste in meinem Leben.

Wer hätte gedacht, dass es so zeitaufwendig ist, einen Pflanzplan zu erstellen.
Sicherlich kann man auch alles irgendwo hin pflanzen, aber wenn ich mir schon die Mühe machen, Monatelang auf  die Pflänzchen zu hegen und zu pflegen und auf die Ernte zu warten, dann soll doch bitte auch ein guter Ertrag dabei rauskommen. Ganz ohne Chemie – so weit, so gut – in der Theorie…

Der gute Wille war schon immer da. Seitdem ich Gemüse anbaue, wollte ich die Pflanzpläne für die Saison erstellen und dabei die ganzen Informationen berücksichtigen, die für den Ertrag wichtig sind. Aber im Informationsdschungel über gute und schlechte Nachbarn, Stark-Schwach- und Mittelzehrer, Sonnen und Bodenansprüche bin ich einfach untergegangen.

Damit es Dir etwas leichter fällt einen Pflanzplan aufzustellen, möchte ich Dir gern aufzeigen, wie ich vorgegangen bin, welche Fragen sich ergeben haben und wie er denn nun aussieht für dieses Jahr – der ultimative Pflanzplan.

 

Die ersten Überlegungen

Grundsätzlich kann bei der Erstellung eines Pflanzplanes unterschiedlich vorgegangen werden. Zuerst einmal habe ich mir allerdings überlegt, wie viel Platz und wie viele Beeteinheiten ich denn haben möchte bzw. was möglich ist. Am Ende sind es nun ca. 22qm² geworden, aufgeteilt in 3 Abschnitte.

Damit habe ich die Möglichkeit Stark-, Mittel- und Schwachzehrer auf die einzelnen Beete zu verteilen und jedes Jahr eine Einheit weiter zu rutschen!

Warum sollte man die Nährstoffansprüche berücksichtigen?

Das habe ich mich häufig gefragt. Ich dachte immer, naja, wenn ordentlich Kompost oder Misst da ist, hab ich doch eh nahrhaften Boden. Das kann ja nicht falsch sein. Aber der Anbau von Möhren und Spinat hat mich eines besseren belehrt. In einen nahrhaften Boden wird der Spinat gelb und ekelig und die Möhren werden gar nix ;-(

Kartoffel hingegen werden mickrig oder gar nichts, wenn der Boden nicht nahrhaft genug ist .

Also war klar, der Bodenanspruch muss berücksichtigt werden. Bei drei Einheiten liegst Du schon mal ganz gut. Hast Du viel Platz dann würde ich Dir sogar vier Beeteinheiten empfehlen. So kann ein Beet entweder zwei Jahre nur Schwachzehrer haben, oder sich auch mal gänzlich erholen.

Die Gemüseauswahl für den Pflanzplan

Wenn Du festgelegt hast, was Du an Platz bereit stellen kannst und wo die Stark- Mittel und Schwachzehrer hin sollen, dann kannst Du Dein Gemüse aussuchen.

Eine gute Übersicht über Ansprüche an die Nährstoffe findest Du übrigens hier!
Bei mir kommt dieses Jahr eine ganze Menge ins Beet:

<img src=“verzeichnis/abbildung.jpg“ alt="Übersicht von Gemüsesorten nach Nähstoffbedarf">

In der Kategie „das Gemüse-ABC“ werden ich in den kommenden Wochen einzelne Pflanzenportrais anlegen.
Hier erfährst Du dann mehr und Pflege und Anbauzeitpunkt!

Guten Nachbarn – schlechte Nachbarn im Pflanzplan berücksichtigen

Du kennst das sicher, manchen Leute kann man einfach nicht riechen. Bei Pflanzen ist das auch so. Wenn Du Deinen Pflanzplan erstellst, kannst Du das ausnutzen und somit für eine gute Stimmung auf dem Beet sorgen. Pflanzen können sich im Wachstum begünstigen, aber auch beeinträchtigen. Manche Gemüsesorten bilden ein hefiges Wurzelwerk und nehmen anderen Gemüsesorten, die nicht dagegen angehen können, dann Platz, Nährstoff und Wasser weg. Oftmals hängt das auch mit den Schädlingen zusammen, die sich auf eine bestimmte Gemüsesorte spezialisiert haben und durch die Pflanzung eines gute Gegenspielers dann den Geruch nicht mehr zuordnen können.

Es empfiehlt sich aber auch immer mal selber ein paar Dinge auszuprobieren. Das Wissen über die Nachbarschaftsverhältnisse beruht auf Erfahrung und kann je nach Region und generellen Anbau auch sicherlich abweichen.

Im Internet gibt es eine Menge dazu, aber gute Erklärungen bzw. schöne Tabellen findest Du am besten über die Goolge Bildersuche.

Elli´s Gemüsebeet – Der Pflanzplan 2017

So – jetzt hast Du eine ganze Menge gelesen und vielleicht Lust, selbst einen Pflanzplan für Deinen Garten zu erstellen. Wenn nicht dann schau Dir meinen an und übernehme ihn ganz einfach 🙂
Wichtig, wenn Du weniger Platz hast nimm unbedingt was weg und pflanze nicht zu dicht. Zusätzlich kannst Du Deinem Gemüse was Gutes tun und einfach ein paar Blumen dazwischen pflanzen. Das sieht toll aus und lockt Nützlinge an! Gute Erfahrungen habe ich mit Ringelblumen, Borretsch, Cosmea und Kapuzinerkresse gemacht. Die sehen schön aus, wachsen überall und Borretsch und die Kresse können auch noch für Salat genutzt werden.

Die Starkzehrer (Beetgröße 6 x 2 Meter)

Wenn Du weniger Platz hast, dann nimm bspw. jeweils eine Reihe Kartoffeln weg. Die brauchen eine Menge Platz zwischen den Reihen (70 cm). Den Kürbis setze ich mir in dem Kompost – daher ist er nicht auf dem Bild. Du könntest ihn aber bspw. unter den Mais pflanzen und den Grünkohl weg lassen. Der Mais wächst dann einfach zwischen den Kürbisblättern nach oben und erhalten vom Kürbis auch noch etwas Schatten für die Wurzeln.

Die Mittelzehrer (Beetgröße 4 x 1 Meter)

Die Mittelzehrer benötigen zwischen den Reihen nicht ganz so viel Platz. Daher kann ich so viele Reihen unterbringen. Fenchel benötigt hier mit 40 cm Pflanzabstand am meisten Platz. Wenn Du weniger Platz hast, nehme also hier eine Reihe weg.
Kleiner Tipp: Die Möhren mische ich übrigens mit Radieschensaat. So muss ich nicht so viel ausdünnen. Die Radieschen sind super schnell verputzt und dann haben die Möhren ordentlich Platz zum wachsen.

Die Schwachzehrer Beetgröße (4×1,5 Meter)

Die Puffbohnen benötigen am meisten Platz. Am besten lässt Du zwischen den Reihen 50 cm stehen und auch dann stehen die Pflanzen so eng, dass teilweise schon mal eine Schote bei der Ernte übersehen werden kann. Wie Du siehst habe ich auch Möhren und Rote Bete gepflanzt. Beide sind ja eigentlich keine Schwachzehrer, aber Erbsen und Bohnen sind keine guten Nachbarn und daher wollte ich etwas Puffer. Mals sehen wie es klappt. Wenn die Möhren gar nicht wollen, kommen Blumen hin 🙂

Übrigens, wenn Du die Erbsen schon früh geerntet hast, kannst Du gegen Ende August noch Spinat oder Feldsalat pflanzen.

So, ich hoffe ich konnte Dir ein paar Anregungen geben, wie Du am besten einen Pflanzplan für dieses Jahr aufstellen kannst. Schreib mir doch gern wenn Du Anregungen hast oder Du vielleicht noch nicht weiß, wo Dein Lieblingsgemüse hinkommen könnte. Hab viel Spaß bei der Planung!

 

 

One thought on “Der ultimative Pflanzplan 2017 ist fertig!!

  1. Da steckt ja schon auf dem Vorweg viel Arbeit drin, man spürt förmlich die Lust und Liebe zum Garten 😍
    Man sieht schon die leckeren Sachen vor sich….
    Nun muß tatsächlich bald der Frühling ins Land kommen, damit der gründlichen Planung Taten folgen können…
    Weiterhin viel Spaß , Freude und Erfolg mit dem “ Objekt Schrebergarten“ 🍀🍏🍓🌶🍆🍀🍀🍀

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