Regeln und Vorschriften im Schrebergarten

Regeln über Regeln und Vorschriften wohin man sieht…so ist häufig die Meinung über das Leben in den Schrebergärten. Hecken dürfen nicht zu hoch sein, der Rasen muss stehts kurz und grün gehalten werden und wenn mal Unkraut wächst meckert so und so jeder.

Das sind tatsächlich ziemlich die Vorstellungen, die ich bei meinen Freunden und Bekannten immer wieder raushören. Doch hinter diesen ganzen Regeln steht die ganz große Freiheit 🙂 und ehrlich gesagt, sooooo viele Regeln gibt es da gar nicht. Hier kommen die wichtigsten Dinge einmal zusammengefasst.

Das Bundeskleingartengesetzt

Ist wohl das Standardwerk, welches jeder neue Gärtner in die Hand bekommt. Es klingt schlimmer als es ist. Es handelt sich um ein winziges Büchlein, welches bereits in fünf Minuten durchgelesen werden kann. Aber was steht drin?

Hauptsächlich geht es um die Definition. Was ist ein Kleingarten und was ein Kleingartenverein. Bzgl Laube und Gartengröße gibt es schon ein paar Vorgaben. Bspw. darf eine Laube nicht größer als 24qm sein und das inklusive einer überdachten Terrasse oder so was. Ein Garten selber sollte nicht größer als 400qm sein.

Beides muss man nicht beachten, denn Gartengröße und Laube gibt es ja schon, wenn ein Garten übernommen wird. Nur für den Umbau einer Laube wäre es relevant. Wenn übrigens noch keine Laube vorhanden ist, kann innerhalb von zwei Jahren eine gebaut werden.  Die Laube darf auch nicht als dauerhafter Wohnsitz geeignet sein, das ist auch ganz gut so…ich wäre ja sonst immer dort 😉

Der erste Abschnitt des Gesetzes besagt auch, dass es beim Schrebergarten insbesondere um den Gemüseanbau geht. Manche kennen vielleicht noch die Aussage:“ 1/3 der Fläche muss Obst- und Gemüseanbau sein“.  Davon kann ich aber nix lesen und wen ich so durch die Gärten schaue, interessiert das wohl die Wenigsten.

Der Rest des Gesetztes regelt bspw. die Kündigungen und die Höhe der Pacht. Regeln gibt es hier keine mehr.
Wer mehr erfahren will, hier geht es zum Kleingartengesetz.

Satzung und Gartenordnung

Ein weiteres Büchlein welches man in die Hand gedrückt bekommt – auch in wenigen Minuten gesichtet. Ich richte mich nach der Gartenordnung des Landesbundes der Gartenfreunde in Hamburg e.V.

Hier geht es auch viel um Definitionen und Beschreibung von Begrifflichkeiten. Was ist ein Verein, was ein Mitglied (Kleingärtner), wie setzt sich der Vorstand zusammen etc. Es ist also nix schlimmes, sondern eher informativ. Bspw. kannst Du nachlesen, was genau die Kolonieobleute machen und welche Aufgaben die Schätzungskommission hat. Das sagen Dir die Leute aber auch, wenn Du sie zum ersten mal kennenlernst 🙂

Der hintere Teil geht noch mal auf ein paar Sachen ein, die (aus meiner Sicht) selbsterklärend sind und sich aus jeder Gemeinschaft ergeben. Bspw. das Ruhezeiten einzuhalten sind (Mittagsruhe ist bspw. zwischen 13:00 und 15:00 Uhr) und die Wege jeweils zur Hälfte des angrenzenden Pächters gereinigt werden müssen. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass Tierhaltung verboten ist. Also nix mit Hühnern und so was, aber wie sehe es auch aus,wenn jeder Hühner, Schafe und sonst was hat. Gegen Hunde habe aber die meisten nichts.

Wer noch mehr erfahren möchte, kann zum Beispiel hier schauen.

Der Pachtvertrag

Im Pachtvertrag gibt es auch noch ein paar Regeln, allerdings stehen die bereits auch in den beiden oben genannten Dokumenten. Also nicht viel Neues. Im großen und ganzen regelt der Vertrag noch einmal die jährlich Pacht und den Wert des Gartens. Teil des Vertrages ist auch immer das Dokument aus der Schätzkommission – so kannst Du nachvollziehen, warum Du den Preis für den Garten bezahlt hast. Zudem kann es sein, dass es Auflagen gibt, die Du erfüllen musst. Bspw. gab es bei mir die Auflage noch Eternitplatten, die ich entsorgen musste.

Tja, das war es dann auch schon. Durchaus lesenwert und nicht viel. Ich vergesse auch immer eine ganze Menge, aber die Nachbarn und der Vorstand können einem immer weiter helfen. Ach ja, und die Hecken….hab noch nieeee jemanden mit einem Zollstock gesehen. Lasst euch nicht von den Regeln abschrecken, die tun nix 😉

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