Tomaten – Anbau und Pflege

Tomaten sind eines meiner liebsten Pflanzen für den Garten. Beim Anbau und bei der Pflege muss einiges beachtet werden. Tomaten sind sehr Wärem- und Lichtliebend und daher gelingen sie hier im Norden nicht immer. Letztes Jahr beispielsweise, ist mir die Hälfte der Pflanzen kaputt gegangen. Es hat 2017 sehr viel geregnet und die Krautfäule hat nicht lange auf sich warten lassen. Aber dieses Jahr versuche ich es auch mal in Töpfen, in der Hoffnung, dass ich unabhängiger vom Wetter bin.

Steckbrief von Tomaten

Schwierigkeit: **
Nährstoffanspruch: starkzehrer
Anspruch an Standort: Tomaten stehen am liebsten trocken und benötigen viel Licht
Die Nachbarschaft:

🙁

Erbse, Gurke, Kartoffel, Fenchel

🙂

Basilikum, Knoblauch, Kapuzinerkresse, Erdbeeren, Radieschen, Petersilie

 

Anbau:
Tomatenpflanzen können bereits in vielen unterschiedlichen Sorten im Gartencenter oder auf Pflanzenmärken erworben werden. Wenn Du aber mehr Sortenvielfalt möchtest und auch alte Sorten anbauen möchtest, bietet die das selber vorziehen an. Samen findest Du beispielsweise bei Dreschflegel.
Die Anzucht der Pflanzen sollte gegen Mitte/Ende März erfolgen, wenn die Tage länger werden. Versuch es auf der Fensterbank oder auch mit einem grow light.
Besorge Dir ein paar Anzuchttöpfe und Anzuchterde. Dieses Jahr habe ich es mit Kokosfaser versucht und bin gespannt auf die Ergebnisse. Fülle Deine Töpfe mit Erde, so bis zwei/drei cm unter den Rand, drücke sie fest und wässer die Erde gut durch, bevor der Samen auf die Erde kommt.
Bedecke den Samen mit etwa 0,5/1 cm Erde und besprühe die Erde. Hierzu nutze ich eine handelsübliche Sprühflasche.
Nach wenigen Tagen kann es schon sein, dass die Samen keimen und Du erste Erfolge siehst. Achte auf ausreichend Licht und die Temperatur. Je dunkler der Standort, desto kühler sollten die Pflanzen stehen. Wenn Du keine guten Licht-/Wärmeverhältnisse bei Dir hast, dann vergeilen die pflanzen. Sie werden also lang, dünn und ganz blass. Das macht das Einpflanzen schwierig und die Pflanzen sind sehr anfällig für Krankheiten.
Zuerst wirst Du die Keimblätter sehen können, sobald die ersten richtigen Tomatenblättchen erscheinen, kann pikiert werden. Ich setzte sie von vorneherein in einen einzelnen Topf und setzte die Pflanzen zum späteren Zeitpunkt (gegen Anfang April) einfach ein wenig tiefer. Tomatenpflanzen bilden die neuen Wurzeln auch am Stängel und Du kannst den Wurzelaufbau fördern. Manche schneiden die Wurzeln beim pikieren ab, dass soll ebenfalls die Wurzelbildung fördern.
Wenn die Eisheiligen vorbei sind, können die Pflanzen gegen Mitte/Ende Mai in den Garten oder auf den Balkon gepflanzt werden. Achte darauf, dass sie auch in der Nacht keinen Frost bekommen.
Pflege: Sind die Pflanzen erst einmal draußen, geht es etwas einfacher. Wichtig ist hier, dass nicht mit kalten Wasser und nicht von oben gegossen wird. Achte auch auf einen ausreichenden Pflanzenabstand (mindestens 70 cm).
Gut ist es auch, wenn Du den Pflanzen ein Dach bieten kannst. Es gibt auch spezielle Tomatendächer. Die funktionieren ganz gut.
Auch das ausgeizen ist wichtig und sollte regelmäßig vorgenommen werden. Alles, was zwischen dem Hauptast und dem Seitentrieb rauskommt, einfach mit den Fingern wegknipsen.
Wenn die Tage kürzer werden, kannst Du ab ca. Mitte August die neuen Blütenstände abschneiden. Die Tomaten die sich hier bilden würden, würden nicht mehr voll ausreifen. Auch solltest Du alle Blätter und Fruchtstände entfernen, wenn diese von Braun- und Krautfäule befallen sind. Ansonsten fault Dir binnen weniger Tagen eine ganze Pflanze weg und die Braun- und Krautfäule breitet sich schnell aus.
Ernte: Ab Juli ist es dann vielleicht schon soweit. Du kannst Tomaten ernten. Der richtige Zeitpunkt hängt stark vom Wetter ab und auch von der Sorte. Halte am besten Ausschau nach komplett roten Früchten, diese sind dann durchgereift und haben den vollen Geschmack entfaltet.
Wenn Du grüne oder dunkle Tomaten angepflanzt hast, gibt es andere Anhaltspunkte, die Dir verraten, dass die Tomate reif ist.
Die Schale gibt bei leichten Druck etwas nach und ist nicht mehr so fest. Zudem kannst Du die Frucht ohne großes ziehen per Hand ernten.

Meine persönliche Erfahrung

Grundsätzlich habe ich gute Erfahrungen mit Tomaten gemacht. Die Anfangsphase der Pflanzen ist allerdings recht pflegeintensiv und es muss eine ganze menge beachtet werden. Auch das Wässern muss passen, zu viel oder zu wenig des Guten schlägt sich sofort auf die Erträge nieder.

Die Braun- und Krautfäule ist die häufigste Krankheit der Pflanzen und dagegen gibt es auch nicht wirklich ein Mittel. Das einzige was hilft, ist vorbeugen und konsequentes wegschneiden von ersten Braun- und Krautfäule Fällen. Die beste Erfahrung die ich mit den eigenen Tomaten gemacht habe, ist der Geschmack. Er lässt sich überhaupt nicht mit den Supermarkt Tomaten vergleichen und auch die Schale ist nicht so dick. Ein wahrer Hochgenuss.

Rezeptidee

Am liebsten esse ich einen einfachen Tomatensalat, mit Feta und Basilikum.
Dazu etwas Olivenöl oder auch etwas Zitronenthymian und fertig ist das Gericht.

Wer am liebsten etwas warmes mag, kann vielleicht mal gebackene Tomaten ausprobieren.
1 Stängel Thymian
1 Zweig Rosmarin
2 Knoblauchzehen
ca. 500 Gramm Tomaten
eine Hand voll Pinienkerne
Olivenöl
Salz und Pfeffer zum abschmecken

Wenn Du magst kannst Du auch hier den Ziegenkäse hinzufügen.

  1. Schneide die Tomaten in der Mitte durch und lege sie mit der Seite nach oben in eine Backofen-Form.
  2. Den Ofen auf ca. 200 grad stellen und schon etwas vorheizen lassen.
  3. Die restlichen Zutaten über die Tomaten streuen und mit Olivenöl beträufeln und etwas Salz und Pfeffer hinzugeben.
  4. Nach Belieben den Ziegenkäse drüber streuen und für ca. 15 – 20 Minuten in den Ofen geben.

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